Berufsunfähigkeit
Deine Arbeitskraft trägt alles andere – die Familie, das Haus, den Betrieb. Fällt sie aus, reicht die gesetzliche Absicherung in aller Regel nicht. Wir schauen uns in Ruhe an, wie du dich richtig dagegen absicherst.
Was heißt berufsunfähig?
Berufsunfähig bist du, wenn du deinen Beruf wegen Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall voraussichtlich mindestens sechs Monate lang zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kannst. Dann zahlt die Versicherung jeden Monat die vereinbarte Rente.
Der Staat springt erst viel später ein: Die Erwerbsminderungsrente gibt es nur, wenn du in jedem Job nur noch weniger als sechs Stunden am Tag arbeiten kannst, egal was du gelernt hast. Und sie ist meist deutlich niedriger als das, was du heute verdienst.
Wie viel kannst du in deinem Beruf noch leisten?
Was deine Arbeitskraft wert ist
Sie ist das Wertvollste, was du besitzt. Schieb an den Reglern und sieh, was bis zur Rente zusammenkommt.
Wert deiner Arbeitskraft bis 67
ein Kästchen = ein Arbeitsjahr, das noch vor dir liegt
Vereinfachte Rechnung ohne Gehaltserhöhungen und Inflation, in Wirklichkeit liegt der Wert also eher höher.
Je früher, desto besser
Am besten schon in der Schule. Wer früh einsteigt, hat später den Fuß in der Tür, und zwar aus drei Gründen.
- 1
Gesund ist der Einstieg am leichtesten
Im Antrag fragen Versicherer nach Erkrankungen und Behandlungen der letzten Jahre. Wer mit 30 einsteigt, hat oft schon Rücken, Allergie oder eine Therapie in der Akte. Mit 15 meist noch nicht.
- 2
Die Berufsgruppe bleibt
Schüler werden nach der Schulform eingestuft, nicht nach dem späteren Beruf. Wer danach ins Handwerk geht, hätte dort deutlich schlechtere Karten. Mit der BU aus der Schulzeit bleibt die gute Einstufung.
- 3
Günstiger über die ganze Laufzeit
Der Beitrag richtet sich nach dem Eintrittsalter und bleibt dann. Wer jung beginnt, zahlt zwar länger, aber jeden Monat deutlich weniger.
Klein anfangen, mitwachsen
Mit der Nachversicherungsgarantie lässt sich die Rente bei Lebensereignissen erhöhen, ohne neue Gesundheitsfragen. Ein Beispiel:
- 1.000 € Schule 15 J.
- 1.200 € Ausbildung 19 J.
- 1.800 € Berufsstart 23 J.
- 2.200 € Heirat 29 J.
- 2.600 € Hauskauf 33 J.
„Die zahlen doch eh nicht.“ Doch.
Das Vorurteil hält sich hartnäckig, die Zahlen sagen etwas anderes: Knapp acht von zehn Anträgen werden anerkannt. Und wenn nicht, liegt es meist an zwei Dingen, die sich beeinflussen lassen.
Von 100 entschiedenen Anträgen
- 80 anerkannt, die Rente wird gezahlt
- 12 abgelehnt: weniger als 50 % berufsunfähig
- 5 abgelehnt: falsche Angaben im Antrag
- 3 abgelehnt: sonstige Gründe
Warum Menschen berufsunfähig werden
- Psychische Erkrankungen 28 %
- Muskeln, Skelett, Rücken 19 %
- Krebs 15 %
- Alles andere zusammen 38 %
Psychische Erkrankungen sind der häufigste Grund, nicht der Unfall und nicht der kaputte Rücken. Das betrifft Büro und Baustelle gleichermaßen.
-
Ehrlich in den Antrag
Gut jede vierte Ablehnung geht auf falsche oder fehlende Angaben im Antrag zurück. Das lässt sich vermeiden.
-
Gut begründet im Leistungsfall
Die meisten Ablehnungen kommen, weil die 50 % nicht nachgewiesen sind. Mit genauer Tätigkeitsbeschreibung und ärztlichen Unterlagen steigen die Chancen.
Quelle: Franke und Bornberg, BU-Leistungspraxisstudie 2026, 36.128 Leistungsfälle aus dem Jahr 2024. Gerundet; die Anteile der Ablehnungsgründe sind auf 100 Anträge umgerechnet.
Die Gesundheitsfragen entscheiden
Was im Antrag fehlt oder falsch ist, kann den Schutz später kosten. Deshalb nehmen wir uns dafür Zeit.
- Erst die Akte, dann der Antrag. Bei Unsicherheit fragen wir bei Ärzten und Krankenkasse nach, was dort tatsächlich steht.
- Auch die Psyche. Versicherer fragen ausdrücklich nach Psychotherapie und psychischen Diagnosen, auch nach kurzen Behandlungen. Das gehört ehrlich in den Antrag.
- Anonym vorfragen. Bei Vorerkrankungen klären wir ohne Namen bei mehreren Versicherern, wer gut annimmt. Erst dann stellen wir den Antrag.
So arbeiten wir
Die Schüler-BU begleiten wir selbst, vom ersten Gespräch bis zum Antrag. Für Erwachsene mit Vorerkrankungen oder besonderen Berufen arbeiten wir mit spezialisierten Kollegen zusammen, die jeden Tag nichts anderes machen. Wir sorgen dafür, dass du bei den Richtigen landest.
Angebot anfragen
Für wen fragst du an?
Schüler-BU
BU für dein Kind anfragen
5 kurze Schritte, etwa zwei Minuten. Wir fragen, was Versicherer für eine Schüler-BU wissen wollen, auch nach Vorerkrankungen und der Psyche. Danach siehst du, was dafür spricht und was wir vorab klären, und schickst uns die Angaben direkt.
Für wen soll die BU sein?
Für Schüler fragen die Versicherer zuerst nach dem Alter. Du bist selbst in der Schule oder in Ausbildung? Dann trag deine eigenen Angaben ein.
Welche Schule wird gerade besucht?
Bei Schülern richtet sich die Berufsgruppe nach der Schulform, nicht nach dem späteren Beruf. Diese Einstufung bleibt, auch wenn später ein körperlicher Beruf folgt.
Wie hoch soll die monatliche BU-Rente sein?
Für Schüler und Azubis sind bis 1.200 € im Monat möglich. Später lässt sich die Rente ohne neue Gesundheitsfragen erhöhen.
Gab es in den letzten fünf Jahren Erkrankungen oder Behandlungen?
Mehrfachauswahl möglich. Grob reicht, Einzelheiten besprechen wir persönlich. Gemeint sind auch Dinge, die längst vorbei sind.
Gab es jemals eine psychologische oder psychiatrische Behandlung oder Beratung?
Zum Beispiel Psychotherapie, eine ADHS-Diagnose, Behandlung wegen Ängsten oder einer Essstörung. Versicherer fragen das ausdrücklich, darum fragen wir auch.
So sieht der Einstieg nach deinen Angaben für Versicherer aus. Das ist eine erste Einschätzung, das verbindliche Angebot rechnen wir mit dir.
Deine Angaben im Überblick
Sollen wir ein Angebot rechnen?
Schick uns die Angaben. Wir vergleichen die Versicherer, die Schüler gut einstufen, und melden uns persönlich. Bei Vorerkrankungen fragen wir vorher anonym an.
Berufsunfähigkeit
BU für dich anfragen
7 kurze Schritte, etwa drei Minuten. Wir fragen, was Versicherer wissen wollen, auch nach Vorerkrankungen und der Psyche. Danach siehst du, was für dich spricht und was wir vorab klären, und schickst uns die Angaben direkt.
Geburtsdatum und Beruf
Der Beitrag hängt vor allem vom Alter und vom Beruf ab. Schreib den Beruf so, wie du ihn ausübst, nicht nur den Abschluss.
Wie viel davon ist Schreibtischarbeit?
Versicherer stufen nach der tatsächlichen Tätigkeit ein. Je höher der Büroanteil, desto günstiger.
Wie arbeitest du?
Für Selbstständige und Beamte gelten eigene Regeln im Vertrag.
Einkommen und gewünschte BU-Rente
Faustregel: rund 75 % vom Netto. Versicherer begrenzen die Rente auf einen Teil des Einkommens.
Rauchst du?
Auch E-Zigaretten zählen bei den meisten Versicherern.
Gab es in den letzten fünf Jahren Erkrankungen oder Behandlungen?
Mehrfachauswahl möglich. Grob reicht, Einzelheiten besprechen wir persönlich.
Gab es in den letzten zehn Jahren eine psychologische oder psychiatrische Behandlung oder Beratung?
Zum Beispiel Psychotherapie, Behandlung wegen Erschöpfung, Ängsten oder Depression, auch kurze Krankschreibungen deswegen. Versicherer fragen das ausdrücklich, darum fragen wir auch.
So siehst du nach deinen Angaben für Versicherer aus. Das ist eine erste Einschätzung, das verbindliche Angebot rechnen wir mit dir.
Deine Angaben im Überblick
Sollen wir uns das ansehen?
Schick uns die Angaben, wir melden uns persönlich. Je nach Beruf und Gesundheit holen wir spezialisierte Kollegen dazu, damit du bei den Richtigen landest.
Passt oft dazu
Häufige Fragen
Ab wann lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Am günstigsten ist der Einstieg, je früher er passiert – für Schülerinnen, Schüler und Auszubildende ebenso wie für junge Berufseinsteiger. Der Beitrag wird beim Abschluss festgeschrieben, die Gesundheitsfragen sind in jungen Jahren meist unkompliziert zu beantworten, und die Einstufung in eine günstige Berufsklasse bleibt über die gesamte Vertragslaufzeit erhalten – unabhängig davon, welchen Beruf man später tatsächlich ergreift.
Was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit?
Berufsunfähig bist du, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Erwerbsunfähig im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung bist du erst, wenn du praktisch keiner Tätigkeit mehr nachgehen kannst – ein deutlich engerer Maßstab, den die private Berufsunfähigkeitsversicherung nicht anlegt.
Was bedeutet abstrakte Verweisung?
Damit kann eine Gesellschaft dich auf einen anderen Beruf verweisen, den du theoretisch noch ausüben könntest, selbst wenn du ihn nie gelernt hast. Ein guter Vertrag verzichtet darauf – wir achten beim Vergleich gezielt darauf.
Kann ich meinen bestehenden Vertrag einfach kündigen und neu abschließen?
Nicht ohne Weiteres. Kündige nie, bevor der neue Vertrag unterschrieben und die Gesundheitsprüfung abgeschlossen ist – sonst kann eine Lücke entstehen, in der du gar nicht abgesichert bist. Wir begleiten den Wechsel Schritt für Schritt.
Was kostet mich die Beratung?
Nichts. Die Beratung ist für dich kostenfrei – vergütet werden wir über die Provision der Gesellschaft, bei der du am Ende abschließt. Die steckt ohnehin im Beitrag.
Lass uns schnacken
Ruf an, schreib eine Nachricht oder buch dir direkt einen Termin – wir melden uns immer persönlich zurück.
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